Erstes Treffen auf dem Weg zur fairen Stadt

Günzburg möchte fairer werden. Der entsprechender Stadtratsbeschluss liegt bereits vor. Jetzt trifft sich Steuerungsgruppe zu ihrer konstituierenden Sitzung.

Günzburg. Die Stadt Günzburg möchte „Fairtrade-Stadt“ werden und damit auf lokaler Ebene ein Zeichen für eine gerechtere Welt setzen – das hat der Stadtrat im Februar beschlossen. Nun soll ein erstes Vorbereitungstreffen stattfinden. Dazu hat die Stadtverwaltung Vertreter aus Schulen, Stadtrat, Kirchen, Handel und Vereinen eingeladen. „Auch die Betreiber des Eine-Welt-Ladens haben eine Einladung erhalten, schließlich haben sie die Idee des fairen Handels vor ziemlich genau einem Jahr nach Günzburg gebracht“, berichtet die Koordinatorin im Rathaus, Daniela Rossmanith. „Wir freuen uns, pünktlich zum Jubiläum des Geschäfts die Idee des fairen Handels in Günzburg weiter voranzutreiben.“

Fünf Kriterien auf dem Weg zur fairen Stadt

Wie Christine Hengeler, Umweltschutz- und Agenda 21-Beauftragte der Stadt mitteilt, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt werden, damit Günzburg im Rahmen der internationalen Kampagne „Fairtrade-Stadt“ werden kann. Eine Stadt in der Größe von Günzburg muss dabei folgende fünf Kriterien erfüllen: „Die Kommune verpflichtet sich, bei allen Sitzungen der Ausschüsse und des Stadtrates sowie im Oberbürgermeisterbüro Fairtrade-Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel zu verwenden“, erklärt Hengeler.

Des Weiteren hat eine noch zu bildende lokale Steuerungsgruppe auf dem Weg zur „Fairtrade-Stadt“ die Aktivitäten vor Ort zu koordinieren. In einem weiteren Schritt werden in den lokalen Einzelhandelsgeschäften gesiegelte Produkte aus fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants Fairtrade-Produkte ausgeschenkt. „Voraussetzung ist ferner, in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen Fairtrade-Produkte zu verwenden und Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel durchzuführen“, weiß Christine Hengeler. „Außerdem soll in den örtlichen Medien über alle Aktivitäten auf dem Weg zur ‚Fairtrade-Stadt‘ berichtet werden.“

Das erste Kriterium, der Beschluss der Kommune, liegt vor. Das wurde bei der Sitzung am 4. Februar einstimmig vom Stadtrat beschlossen. Kriterium 2, die Gründung der Steuerungsgruppe, läuft gerade. Sobald sich diese gebildet hat, wird sich die Fairtrade-Gruppe Günzburg daran machen, eine Bestandsaufnahme zu allen Themen rund um den fairen Handel in Günzburg zu erstellen. Zu den weiteren Kriterien gibt es ebenfalls bereits Aktivitäten, wie zum Beispiel an den Gymnasien und in einigen lokalen Einzelhandelsgeschäften, die jedoch noch nicht systematisch erfasst sind.

Zeichen für menschenwürdige Handels- und Arbeitsbedingungen setzen

„Für die Umsetzung der geforderten Maßnahmen wäre es sehr hilfreich, wenn sich Vereine, Organisationen, Gewerbetreibende oder einfach Interessierte, die in dieser Hinsicht ebenfalls etwas anbieten möchten, der Gruppe anschließen“, sagt Koordinatorin Daniela Rossmanith. „Zum ersten Treffen sind alle Interessierte herzlich eingeladen.“ Nur so könne ein Zeichen für gerechtere Handelsbedingungen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen gesetzt werden.

Wer an dem Treffen zur Bildung der Steuerungsgruppe am Mittwoch, 26. Juni, um 15 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses (Gebäude 1, Ebene 2) teilnehmen möchte, wird gebeten, sich noch bis Montag, 24. Juni, bei Daniela Rossmanith (E-Mail. rossmanith@rathaus.guenzburg.de, Tel.: 08221/903-142) anzumelden.

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Bereits seit vielen Jahren setzen sich in Günzburg verschiedene Vereine, Verbände und Einrichtungen für den fairen Handel ein. Nun sollen dise Aktivitäten gebündelt werden: Günzburg möchte Fairtrade-Stadt werden. Foto: Sabrina Schmidt.

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