Landwirtschaft der Zukunft

Dokumentarfilm „Voices of Transition“ zeigt Alternativen zu konventionellen Anbaumethoden

Günzburg. Unsere Gesellschaft muss sich wandeln. Das war die zentrale Botschaft des Dokumentarfilms „Voices of Transition“, der gestern Abend vor einem nahezu vollbesetzten Saal im Günzburger Kino BiiGZ gezeigt wurde. In dem Film kommen Agraringenieure, PermakulturDesigner und Anhänger der Transition-Town-Bewegung zu Wort. Sie alle glauben, dass die industrielle Landwirtschaft mit ihrem massiven Einsatz von Chemie und fossilen Brennstoffen an ihre Grenzen gestoßen ist. Erodierte, nährsalzarme Böden, genmanipuliertes Getreide und Gemüse und eine von Agrarmultis bestimmte Preispolitik seien die Konsequenz, so die Interviewten.

Der Film erläutert, wie der Übergang hin zu einer naturnahen und ressourcenschonenden Landwirtschaft aussehen könnte. Beispiele aus England, Kuba und Frankreich machen deutlich, wie etwa mit Landwirtschaftskooperativen, urbanen Gemeinschaftsgärten und mit nachhaltigen Anbaumethoden wie der Permakultur oder der Agroforstwirtschaft Böden schonend bewirtschaftet und gleichzeitig Erträge in Bioqualität erzielt werden können.

Die im Anschluss an den Film geführte Diskussion legt nahe, dass auch in Günzburg der Wunsch nach einem nachhaltigeren, bewussteren Umgang mit den bestehenden Ressourcen vorhanden ist. Gemeinschaftsgärten seien auch in Günzburg denkbar, so eine Wortmeldung. Wissen über Anbaumethoden könnten so weitergegeben, brachliegende private Flächen einer sinnvollen Nutzung zugeführt werden. Der Weltladen bot daraufhin spontan an, über eine schwarze Tafel Interessierte und Gartenbesitzer zusammenbringen zu wollen.

„Wir freuen uns, dass der Film so gut angenommen wurde“, sagt die städtische Umweltschutzbeauftragte Christine Hengeler. Der Dokumentarfilm habe nicht nur interessante Alternativen zur konventionellen Landwirtschaft aufgezeigt, „sondern Denkanstöße und zahlreiche Ideen für ein auf Gemeinschaftlichkeit ausgerichtetes Leben geliefert“, so die Sprecherin der Fairtrade-Steuerungsgruppe, Dr. Angelika Fischer. Der Film war auf Initiative der Fairtrade-Stadt Günzburg gezeigt worden.

Wer sich weiter über die im Dokumentarfilm vorgestellten Konzepte informieren möchte, kann in der folgenden Linksammlung fündig werden:

Wer Fragen hat oder Anregungen äußern möchte, kann sich an die Umweltschutzbeauftragte der Stadt Günzburg Christine Hengeler wenden: Tel. 08221/903196 oder hengeler@rathaus.guenzburg.de.

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Die Leigh Court Farm in Bristol vertreibt Gemüse in Bio-Qualität. Pressefoto: Voices of Transition.

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Mike Feingold hat sich der Permakultur verschrieben. Pressefoto: Voices of Transition.

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